Gemeinde Ronneburg

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Ronneburger Gemeindevertretung prangert VR-Bank-Filialschließung an

Ronneburger Gemeindevertretung prangert VR-Bank-Filialschließung an
 
Am Donnerstag, den 09. März 2017, hat die Gemeindevertretung folgende Resolution als Dringlichkeitsantrag einstimmig beschlossen.
 
Antrag der SPD Fraktion:
Die Gemeindevertretung der Gemeinde Ronneburg ruft die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG auf, die geplante Schließung der Filiale in Ronneburg-Hüttengesäß nicht umzusetzen.
Der Gemeindevorstand wird beauftragt, für den Fall der Schließung des Standortes in Ronneburg, eine Auflösung der Gemeindekonten bei der VR Bank Main-Kinzig Büdingen eG zu prüfen.
 
Begründung:
Wie den Medien und einer Pressekonferenz der VR Bank zu entnehmen ist, werden verschiedene Filialen an kleineren Standorten kurzfristig geschlossen. Wegen des kurzfristigen Zeitrahmens ist es aus Sicht der SPD Fraktion dringlich den Antrag in der Sitzung der Gemeindevertretung am 9. März 2017 zu beraten und zu beschließen.
 
Wir erwarten durch die geplante Schließung einen Verlust an Serviceleistungen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ronneburg auch für den Fall, dass die Automatentechnik am Standort verbleiben sollte. Besonders die ältere und weniger mobile Bevölkerung ist von einer Schließung des Standorts betroffen und wäre durch eine Betreuung in Langenselbold in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Ebenfalls ist die persönliche Beratung ein wichtiger Faktor, der gerade von älteren Menschen geschätzt und mit einem besonderen Vertrauensverhältnis zum Bankberater verbunden ist.
 
Weiterhin sieht die Gemeinde Ronneburg eine mangelhafte Informationspolitik seitens der VR Bank bezüglich der Notwendigkeit der Schließung: Warum ist dieser Schritt überhaupt notwendig? Seitens der Sparkasse Hanau erfolgte vor ein paar Monaten eine Reduzierung der Geschäftszeiten, um auf die aktuelle wirtschaftliche Lage der Banken einzugehen. Warum konnte die VR Bank nicht auch einen ähnlichen Weg gehen und stattdessen gleich die ganze  Filiale schließen?
 
Gerade Sparkassen und VR Banken beziehen ihre Stärke und Kernkompetenz in der regionalen Präsenz und Nähe zu den Kunden, also den Menschen ihres Geschäftsgebietes. Mit weiteren Konzentrationen und Rationalisierungen entfernt sich die VR Bank von den Menschen und sägt an ihrer einstigen Kernkompetenz erster Ansprechpartner vor Ort zu sein. Langfristig kann eine solche Geschäftspolitik nur dazu führen, dass Menschen sich mit der Institution "VR Bank" nicht mehr identifizieren und deren Bankgeschäfte ohne emotionale Bindung ausschließlich im "anonymen" Internet erledigen, was zu einer Schwächung der Kundenbindung noch mehr beitragen wird.
 
Letztendlich sehen die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter den Schritt der Filialschließung nach derzeitigem Kenntnisstand als vorschnell an und lehnen eine solche Vorgehensweise als unsozial ab. Die Verantwortlichen der VR Bank werden dringend aufgefordert Transparenz in dieser Sache für die Bürgerinnen und Bürger, also ihrer Kundschaft herzustellen, und werden eindringlich gebeten die Schließung nicht umzusetzen.
 
Der Gemeindevorstand wird seitens der Gemeindevertretung damit beauftragt, Alternativen für die bisher bestehenden Konten der Gemeinde bei der VR Bank zu prüfen, sofern die VR Bank an der geplanten Schließung der Filiale festhält.